Hausaufgabe: 1DSD: Sport

Lesen Sie den Text und machen Sie drei Übungen dazu.

Jung, sportlich, tot

Von FOCUS-Online-Autorin Petra Apfel

A. ……………………………………………………………..

Eine italienische Studie hat ergeben, dass Leistungssportler gegenüber Freizeitsportlern ein 2,5-fach erhöhtes Risiko für den plötzlichen Herztod haben. Dahinter steckt ein gefährliches Zusammenspiel von extremer körperlicher Belastung und Risikofaktoren, die der Sportler nicht bemerkt oder ignoriert. Wenn ein Mensch plötzlich tot umfällt, ist meist ein Problem des Herzmuskels daran schuld, selten auch eine Lungenembolie. „Den plötzlichen Herztod – nicht nur bei Leistungssportlern – lösen vor allem akute Rhythmusstörungen oder ein Herzinfarkt aus“, erklärt Professor Melchior Seyfarth vom Deutschen Herzzentrum in München. „Davon spürt der Betroffene vorher überhaupt nichts.“

B. ……………………………………………………………………………….

Als Ursachen für den plötzlichen Herztod nennt der Münchner Kardiologe dreierlei: „Erstens: unerkannte angeborene Herzerkrankungen, zweitens: Schäden durch eine Herzmuskelentzündung, drittens: körperliche Überlastung.“ Ein weiterer Auslöser liegt im Leistungssport leider auch sehr nahe: die Einnahme von unerlaubten Substanzen, also Doping. Der Herzexperte hält es für eine grundsätzliche Fehlannahme, dass durchtrainierte Sportler auch ein gesundes Herz haben müssen. Und er kritisiert, dass im Profisport regelmäßige Herz-Kreislauf-Untersuchungen nicht an der Tagesordnung sind. Gäbe es solche Screenings, könnten vor allem angeborene Herzerkrankungen frühzeitig entdeckt und entsprechende Maßnahmen ergriffen werden. So kickt etwa der deutsche Profifußballer Gerald Asamoah mit einer diagnostizierten Herzmuskelverdickung seit Jahren auf höchstem Niveau. Der Deutsche Fußballbund verpflichtet zwar die Profivereine seit 1999 zu kardiologischen Untersuchungen. Für ambitionierte Amateure gibt es die obligatorischen Check-ups aber nicht. „Screenings bis zum kleinsten Dorfverein und für jede Sportart wären auch kaum möglich“, sagt Melchior Seyfarth. Sinnvoll, um Todesfälle zu vermeiden, wären sie allerdings.

C. …………………………………………………………………………………

Sinnvoll wären tiefgehende Herzuntersuchungen auch für Hobbysportler, die sich zum Beispiel bei Volksläufen und Marathons über ihre Kräfte hinaus strapazieren. Denn hier gibt es immer wieder Todesfälle aufgrund unerkannter Gesundheitsschäden. Profisportler und ehrgeizige Hobbysportler hält der Münchner Herzspezialist insofern für besonders gefährdet, da sie manche Risiken nicht ernst genug nehmen. Sie fühlen sich vielleicht aufgrund ihrer Fitness unangreifbar. „Natürlich muss gerade ein Leistungssportler eine Grippe richtig auskurieren, weil sich sonst daraus eine Herzmuskelentzündung entwickeln kann, die bleibende Schäden am Herzen hinterlässt.“ Gönnt sich ein Sportler diese Auszeit nicht, läuft der Tod quasi bei jedem intensiven Training mit.

I. Ordnen Sie die Titel den Abschnitten zu.
1. Leistungssportler haben ein hohes Herzrisiko
2. Sportler unterschätzen die Gefahren
3. Unzureichende Kardio-Untersuchungen

II. Entscheiden Sie, sind die Sätze richtig oder falsch.

1.Freizeitsportler sterben häufiger plötzlich ans Herz.
2.Es gibt vorher meistens keine Symptome der Herzkrankheit.
3.Den Leistungsportlern schaden verbotene chemische Substanzen.
4.Es herrscht die Meinung, dass die Sportler gesundes Herz haben.
5.Es gibt ausreichend häufige Herz-Kreislauf – Untersuchungen für Leistungssportler.
6.Melchior Seyfarth meint, man solle nicht nur professionelle Leistungssportler sondern auch Amateure genau untersuchen.
7.Profisportler und Hobbysportler erkranken nicht so oft, wie Leute, die keinen Sport treiben.

III. Übersetzen Sie!
der Herztod –
tot umfallen –
der Herzmuskel –
die Lungenembolie –
die Rhythmusstörungen –
der Herzinfarkt –
körperliche Überlastung –
der Auslöser –
entsprechende Maßnahmen ergreifen –
auf höchstem Niveau –
strapazieren –
unangreifbar –


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